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Neue Klarinettenbirne von Paulus & Schuler GbR

Im Frühjahr 2008 begannen wir mit der Entwicklung einer neuartigen Klarinettenbirne.

Die Klarinetten-Birne dient der Feinstimmung, das Instrument kann hier zur Intonationsangleichung ausgezogen, verlängert werden, wodurch sich eine Reihe bauartbedingter Nachteile ergeben:

Bohrungsunterbrechung,
Hohlraumbildung im Inneren der Bohrung – es entsteht ein Spalt und die Mensur ist erweitert,
Der Außenkorpus der Klarinette ist unterbrochen,
Kondenswasseransammlung im inneren Hohlraum der Bohrung,
Ungenaues Ausziehen, nur nach Augenmaß,
Verbindung zwischen Birne und Korpus ist nur noch über den schalldämpfenden Zapfenkorken gegeben

Beschreibung der neu entwickelten Klarinettenbirne:

Die vom Patentamt München geschützte Erfindung betrifft eine stimmbare Klarinettenbirne, die aus einem Oberteil und einem Unterteil besteht. Hergestellt wird sie mit Hilfe moderner CNC-Technik. Ein Stellring mit Skalierung und zwei Gewinderingen verbindet beide Teile. Durch diesen Stellring ist der axiale Abstand zwischen Oberteil und Unterteil präzise veränderbar. Die Innbohrung ist durchgehend und wird bei jeder Längeneinstellung nicht berührt, es entsteht auch keine Kondenswasseransammlung, weil es keinen Hohlraum mehr gibt. Der Außenkorpus der Klarinette ist nicht unterbrochen, wodurch keine Nachteile im Schwingungsverhalten entstehen. Die dämpfende Wirkung des Zapfenkorkes wird vermieden, was zudem noch zu verschiedenen günstigen klanglichen Eigenschaften führt. Es sind nicht nur die „kurzen Töne“ auf der Klarinette die zum Guten beeinflusst werden, sondern das gesamte Klangspektrum ist positiv.

Stufenloses, präzises und wiederholbares Intonieren ist jederzeit nachvollziehbar, da der Stellring mit einer Skala mit Messpunkten versehen ist.

Die Klarinettenbirne wird in verschiedenen Längen und Innenbohrungsmaßen angeboten, um dem (den) Klarinettisten -innen Möglichkeiten zur Anpassung an seine vorhandenes Instrument zu geben. Auch bei neuen Klarinetten ist es möglich diese Birne zu verwenden, oder das Unterstück der Birne direkt an das Oberstück der Klarinette zu integrieren.

Zu den beschriebenen Intonationsverbesserungen ergeben sich bauartbedingt enorme klangliche Vorzüge, die im Beethovenorchester Bonn und im WDR Sinfonieorchester Köln geschätzt werden. Der Ton der Klarinette wird um ein Vielfaches klarer und tragfähiger.

Durch unsere Birne besteht zum ersten Mal die Möglichkeit mehrere Klarinetten auch in größeren Ensembles klanglich zu verbessern und die Intonation auf einander abzustimmen und diese auch zu reproduzieren!

Weitere Infos:www.paulus-schuler.de

 

 
www.rohrblatt-online.de